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Jahresrückblick 2016

Mit 2016 ging für Freifunk Darmstadt ein überaus erfolgreiches und tatenreiches Jahr zu Ende. Wir haben gemeinsam einige Meilensteine erreicht, was uns sehr stolz macht.

Am 19. Februar 2016 konnten wir in der Oettinger Villa mit unserer 1K300 Party das Erreichen von täglich 1000 gleichzeitig aktiven Nutzern im Freifunk-Netz, sowie 300 dauerhaft aktiven Knoten feiern.

Die tatsächliche Gesamtzahl an aktiven Nutzern ist uns übrigens gar nicht bekannt, da wir gemäß dem Prinzip der Datensparsamkeit keine Informationen über wiederkehrende Nutzer speichern. Das Darmstädter Echo berichtete.

Nur wenig später, am 16. März 2016, verlieh der Magistrat der Stadt Darmstadt fünf unserer Aktiven, stellvertretend für Freifunk Darmstadt, die Ehrenurkunde der Stadt Darmstadt für verdiente Bürgerinnen und Bürger. Die Übergabe fand am 25. April 2016 in feierlichem Rahmen in der Orangerie statt.

Am 18. Juni 2016 war es dann endlich soweit und wir begannen unser eigenes Autonomes System (AS6766) mit eigenem IP Netz einzusetzen, welches wir im November des Vorjahres von der RIPE erhielten. Seit diesem Zeitpunkt sind wir in der Lage, den Datenverkehr aus dem Freifunk-Netzwerk direkt ins Internet zu auszuleiten. Bis dahin wurde der anfallende Traffic über Tunnel-Verbindungen zum Freifunk Rheinland e.V. geschickt. Dieser Schritt hat uns nicht nur weitere Flexibilität und Eigenständigkeit gegeben, sondern kann von den Clients im Netz auch durch eine deutliche Perfomanceverbesserung wahrgenommen werden. In diesem Zuge wurde erfolgreich eine neue Netzwerk-Infrastuktur in Betrieb genommen, die auf eigene, dedizierte Hardware setzt, um die notwendige Stabilität unseres stetig wachsenden Netzes zu sichern. Eine höhere Anzahl von Clients produziert schließlich auch eine höhere Last, welche verteilt werden will. In 2016 wurden somit insgesamt drei weitere Gateways in unserem Netz in Betrieb genommen, womit die Gesamtanzahl nun auf sechs Gateways anstieg. Unser NOC Team hat monatelang viele Nächte geopfert, um die Automatisierung und Orchestrierung der Infrastuktur vorzubereiten und hat uns damit einen gewaltigen Schritt weiter nach Vorne gebracht. Dieser Einsatz lässt sich auch in Zahlen ausdrücken: seit März 2016 bis zum Ende des Jahres wurden ~700 Commits (Änderungen) vom NOC eingepflegt! Diese ganze Arbeit lohnt sich, denn die weitere, zukünftige Skalierung der Infrastruktur kann zu großen Teilen nahezu vollautomatisch erfolgen. Infrastruktur auf Knopfdruck sozusagen.

2016 war aber auch das Jahr der Firmware Releases. Wurden 2015 insgesamt 4 neue “stable” Firmware Versionen zur Verfügung gestellt, waren es in 2016 schon 7. Dies war einerseits erforderlich, um unsere stark erweiterte Infrastruktur für alle Knoten verfügbar zu machen, aber auch die sehr ausgeprägte Entwicklung von Gluon andererseits, führte zu zahlreichen Verbesserungen in der Firmware, welche an alle Knotenbetreiber schnell und komfortabel über die Auto-Update-Funktion verteilt wurden.

Im Juli 2016 sprach uns das Wirtschaftsministeriums des Landes Hessen seinen Dank und Lob aus. Zusätzlich sprach uns der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei der Berufsfeuerwehr Darmstadt seinen Dank für die professionelle Arbeit im Rahmen der Versorgung der Unterkünfte für Geflüchtete aus.

Insgesamt wurden in der Stadt Darmstadt, im Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie im Kreis Groß-Gerau 40 Flüchtlingsunterkünfte von und mit Freifunk Darmstadt an das Netz angeschlossen. Mit den zahlreich geleisteten Arbeitsstunden konnte so auch die Kooperation mit den Landkreisen bzw. Kommunen weiter ausgebaut werden. Denn nicht nur Geflüchtete wollen (und müssen) mit Barriere- sowie Gebührenfreien Netzzugang versorgt werden. Freifunk wird bereits aktiv in Groß-Umstadt, Rossdorf, Otzberg, Büttelborn und Babenhausen ausgebaut. Seit den ersten Gesprächen mit Achim Knoke, dem Bürgermeister von Babenhausen, im Jahr 2015, wurden im letzten Jahr von ihm, in Eigeninitative, über 40 Knoten in Betrieb genommen. Babenhausen betreibt auch schon eine eigene Webseite für den örtlichen Freifunk.

Zudem werden Dieburg und Weiterstadt zukünftig Freifunk einsetzen, um öffentliche Plätze zu versorgen. Weitere Gemeinden im Landkreis Darmstadt-Dieburg und Kreis Groß-Gerau werden in 2017 folgen, denn die Gespräche laufen schon. Nach dem Kreistagsbeschluss im Kreis Groß-Gerau begleitet man dort unser Engagement positiv und will uns aktiv unterstützen. Zusätzlich wurde durch privates Engagement der Freifunk Ausbau in Gernsheim, Seeheim-Jugenheim, Griesheim, Gräfenhausen (Weiterstadt), Michelstadt und natürlich in der Stadt Darmstadt massiv vorangetrieben.

Dazu haben wir uns in 2016 auch intensiv mit Richtfunk auseinandergesetzt. Wurde bereits am 21. Januar 2016 eine 13km lange Richtfunkstrecke zwischen Langen und Darmstadt getestet ist dann ein paar Monate später eine 2km Richtfunkstrecke zwischen Riedstadt und Stockstadt dauerhaft in Betrieb genommen worden. Im Spätsommer wurde eine 3,7km lange Richtfunkstrecke von Malchen nach Pfungstadt installiert. Kurz darauf war ein längerer Test für eine 12km lange Strecke von der Bergstrasse aus Malchen bis an den Rhein nach Riedstadt angesetzt. Diese haben uns wertvolle Informationen über die Möglichkeiten und den dauerhaften Einsatz von Richtfunkstrecken geliefert, welche uns im Jahr 2017 helfen werden, ein unabhängiges, ausfallsicheres und hochperfomantes Backbonenetz aufzubauen.

So wie das Jahr 2016, wird auch 2017 mit einer Freifunk Party starten. Dieses Mal aber in Form eines 29 (512) -Knoten-Wochenendes. Wir konnten gegen Ende 2016 einen Highscore von 538 Knoten (am 20.12.2016 um 20:15 Uhr) und 1558 gleichzeitig aktiven Clients (am 15.12.2016 um 19:07 Uhr) verzeichnen!

Und schliesslich konnten wir in 2016 den Dialog über Freifunk mit vielen politischen Entscheidern und Parteien fortführen. Wir folgten Einladungen zu Vorträgen bei Veranstaltungen der Hessischen Landesregierung, der Grünen Landtagsfraktion in Wiesbaden und bei vielen regionalen Bürgermeistern und Fraktionen in den Kommunen Südhessens.

Wir blicken daher voller Tatendrang auf 2017 und sind gespannt was sich noch alles entwickeln wird. Wenn Du Interesse hast, uns dabei zu begleiten, bist Du hiermit herzlich eingeladen, bei einem unserer Montagstreffen vorbeizuschauen. Wir freuen uns auf Dich!

Hessische Freifunk Communities treffen sich zum Austausch

Meetup Programm

Die Freifunk-Communities aus Hessen und angrenzenden Bundesländern fanden sich am Wochenende vom 23.09. - 25.09.2016 zum „Freifunk Hessen Meetup 2016.2” zusammen. Bei dem von Freifunk Frankfurt organisierten Event ging es inhaltlich um aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Technik und Recht. Hier dominierte vor allem die Diskussion von Konsequenzen aus der von der Bundesregierung initiierten Reform der WLAN Störerhaftung.

DE-CIX Switch

Ein Fachvortrag von RA Frank Stiegler zur aktuellen Rechtssprechung lieferte den Anstoß zu wertvollen Diskussionen um die technische Ausrichtung der Freifunknetze. Auch die Versorgung von Flüchtlingsunterkünften oder der Aufbau von lokalen und Community-übergreifenden Richtfunknetzen wurde diskutiert. Natürlich kamen auch die für die „Hackerszene“ typischen kreativen Basteleien nicht zu kurz. Andreas stellte die Integration von Arduino-basierten Sensorknoten in das Freifunknetz vor. Hierbei wird der Arduino an bestehende Freifunk Knoten angeschlossen. Diese sorgen mit einer modifizierten Firmware dafür, dass die Sensordaten an einem zentralen Ort zusammengetragen und visualisiert werden können.

DE-CIX Switch

Nach einem entspannten Kennenlernen beim Abendessen am Freitag ging es an den darauf folgenden Tagen schließlich im Frankfurter DE-CIX Meeting Center daran, sich über die aktuelle Situation in den Communities auszutauschen, gemeinsame Lösungen für Wireless-Backbone, Gatewaybetrieb oder auch gemeinsame Informationsmaterialien zu erarbeiten.

Darüber hinaus fanden im Rahmen des Programms auch diverse Vorträge statt, unter anderem zur Funktion eines Internet Exchanges am Beispiel des DE-CIX oder auch zum erfolgreichen verfreifunken größerer Flüchtlingsunterkünfte. Die Frankfurter Freifunker sorgten hierbei über den gesamten Tag mit einem großen Buffet und abendlichem Grillen für eine ausgezeichnete Verpflegung.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei Freifunk Frankfurt für die Ausrichtung dieses Meetups und beim DE-CIX für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten bedanken.

Freies WLAN für Geflüchtete in Groß-Gerau

Der Eingang der Unterkunft

Seit dem vergangenen Wochenende gibt es freies WLAN in der Unterkunft für Geflüchtete in der Containeranlage in Groß-Gerau. Mit fünf ehrenamtlichen Helfern waren wir vor Ort und haben den Aufbau der nötigen Hardware vorgenommen. Viele Geflüchtete besitzen zwar ein Smartphone, können sich aber die vergleichsweise teuren Datentarife der Mobilfunkanbieter nicht leisten. Vielen Dank an die Stadt Groß-Gerau, die den Aufbau möglich gemacht hat!

Der Eingang der Unterkunft Der Eingang der Unterkunft

Im Rahmen der Initiative “Freifunk hilft” haben wir im letzten Jahr damit begonnen, Geflüchten im Kreis Groß-Gerau sowie in und um Darmstadt einen freien Netzzugang zu ermöglichen, so zum Beispiel in Stockstadt, Riedstadt-Goddelau und (vor der Schließung) in der Rheinhalle in Biebesheim. Das Internet bietet den Geflüchteten die Möglichkeit, mit Ihrer Familien in Kontakt zu bleiben und Informationen über Asylverfahren oder einfach nur die nächste Busverbindung abzurufen. Auch ermöglichen Übersetzungsapps das Erlernen der deutschen Sprache und erleichtern die Kommunikation, wenn gerade kein Dol­met­scher in der Nähe ist.

Zukünftige Projekte werden wir weiterhin vorab auf unserer Helfer-Liste ankündigen.

UPDATE Das Echo berichtet.

Neue Räumlichkeiten für unsere Treffen

Mit dem Umzug des Chaos Darmstadt e.V. in neue Räumlichkeiten ändert sich auch der Ort für unsere montäglichen Treffen. Ab sofort treffen wir uns in der Wilhelminenstraße 17 im 3. Stock. Die nächstgelegene Bus- und Straßenbahnhaltestelle ist der Luisenplatz. Von dort lauft ihr rechts am Luisencenter vorbei die Wilhelminenstraße hoch und steht nach etwa 150 Metern vor dem unscheinbaren Eingang auf der rechten Seite.

Das nächste Treffen findet am Montag, den 13. Juni statt.

Freifunk in der Unterkunft Modautalschule

DARMSTADT-DIEBURG - Mit den Verwandten Kontakt halten, sich über politische Entwicklungen informieren und manchmal einfach nur die Zeit totschlagen: Viel mehr bleibt vielen Asylbewerbern im Alltag gar nicht, die darauf warten, dass über ihren Aufenthaltsstatus beschieden wird. Zugang zum Internet? Das hilft. Und das wissen auch Peter Löwenstein und Dirk Steingäßer von der Initiative “Freifunk Darmstadt”, einem Projekt der Darmstädter Vertretung des “Chaos Computer Clubs”. Entsprechend froh sind die beiden, dass sie vor Kurzem die Flüchtlingscontainer an der Modautalschule in Ernsthofen mit einem regional aufgespannten WLAN-Netzwerk ausstatten konnten.

An vielen anderen Stellen im Landkreis gibt es jedoch noch Bedarf - und der werde, da zeigt sich Initiativensprecher Löwenstein verärgert, seitens der Kreisverwaltung aktiv ausgebremst. “Im Sommer letzten Jahres haben wir darüber gesprochen, dass wir gerne die Unterkünfte mit WLAN versorgen wollten”, erinnert sich Löwenstein an den Beginn dieser mit seinen Worten “humanitären Aufgabe”.

Der Kontakt zu Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch war schnell aufgenommen, die Idee, möglichst viele Flüchtlinge ans Netz zu bringen, zügig kommuniziert. Im September erhielt Löwenstein dann einen Anruf von Partsch, dass Darmstadt die Unterstützung der Freifunk-Initiative so schnell wie möglich nutzen wolle. “Wir haben dann bis zum vierten Advent alle uns angefragten Unterkünfte in Darmstadt versorgt.” Zu Spitzenzeiten hätten etwa 1200 Flüchtlinge von dem Angebot profitiert.

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg gestaltet sich das Vorgehen ungleich schwieriger. “Wir hatten in vielen Telefonaten das Gefühl, dass man mit uns nicht arbeiten will.” Als Grund sei angeführt worden, dass vor der Umsetzung die Rechtmäßigkeit und die Sinnhaftigkeit der technischen Funktionsweise noch überprüft werde.

Dazu muss man wissen, dass bei der Freifunk-Initiative benachbarte Internetrouter ein gemeinschaftliches Netzwerk aufbauen, durch das Daten ausgetauscht werden. Die Initiative tritt dabei im Sinn eines Internetserviceproviders (ISP) auf, die sogenannte Störerhaftung (siehe Infobox) greift hier nach eigener Einschätzung nicht.

Dennoch gibt es bisher keine Entwicklung seitens der Kreisverwaltung, “Freifunk” zu unterstützen. Obwohl im Kreistag im vergangenen Jahr sogar ein CDU-Antrag auf der Tagesordnung gestanden hat, der die Versorgung der Flüchtlingsunterkünfte mit WLAN als Prüfantrag zum Inhalt hatte. Doch geprüft wird immer noch, so dass “Freifunk” inzwischen an der Modautalschule in Ernsthofen - dank der Unterstützung eines Anwohners, der eine Richtfunkantenne auf seinem Dach installieren ließ - einfach aktiv wurde. Den Aussagen nach habe Christel Fleischmann als Erster Kreisbeigeordneter für diesen konkreten Standort keinen Widerspruch eingelegt.

Auf ECHO-Anfrage ist aus dem Landratsamt allerdings nach wie vor eine abwartende Haltung zu spüren. “Über das Ergebnis der Prüfung wird der Kreisausschuss zunächst den Kreistag, in dessen Auftrag diese Prüfung erfolgt, informieren”, erklärt Pressesprecher Frank Horneff.

Einen unterstellten Spagat zwischen der Haltung des Landrats und der Rolle von Christel Fleischmann gebe es nicht, so Horneff. “Eine Genehmigung zur Installation wurde von dem Ersten Kreisbeigeordneten Fleischmann nach Mitteilung aus seinem Büro nicht erteilt.” Das bedeute auch: Der Landkreis sei hier nicht in der Haftung.

Quelle: “Viele Flüchtlinge bleiben offline”, Darmstädter Echo, 23. Mai 2016

Ausfall des Freifunk-Treffens am kommenden Montag, den 23. Mai

WEMODA - Webmontag Darmstadt

Am kommenden Montag sind wir auf dem Webmontag Darmstadt vertreten und werden dort einen Vortrag zum Thema Freifunk in Darmstadt halten. Das Freifunk-Treffen wird an diesem Tag leider ausfallen. Auf den üblichen Kanälen sind wir natürlich weiterhin erreichbar.

Treffen am Pfingstmontag im COWO21

COWO21 - Coworking in Darmstadt

Am kommenden Pfingstmontag treffen wir uns ab 18.30 mit unserem Plenum abweichend im COWO21 in der Holzhofallee 21. Wie immer sind zukünftige Freifunker und Neugierige, die sich dafür interessieren, was wir tun oder selbst einen Freifunk-Router aufstellen möchten, gerne gesehen.

Stadt Darmstadt ehrt ehrenamtliches Engagement der Freifunker

Am vergangenen Montag, 25. April 2016, hat der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt stellvertretend für eine große Community drei Mitgliedern von Freifunk Darmstadt in Anerkennung ihrer Arbeit im Rahmen des humanitären Notstandes „Flüchtlingshilfe 2015“ die Ehrenurkunde für verdiente Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt verliehen. Freifunk Darmstadt habe das grundlegende Bedürfnis nach digitaler Kommunikation in den Unterkünften und Hallen flexibel gelöst, so Oberbürgermeister Jochen Partsch. Es sei nicht nur eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit Bekannten und Verwandten der Geflüchteten geschaffen worden, sondern der freie Zugang zum Netz habe auch die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer wirkungsvoll unterstützt.

Freifunk Darmstadt hat seit September 2015 bis heute alle angefragten Unterkünfte der Stadt Darmstadt erfolgreich mit freiem WLAN versorgt. In Spitzenzeiten wurden 1.200 Menschen in den Hallen und Unterkünften versorgt. Die beteiligten Sozialverbände wie das DRK oder die Johanniter und die Feuerwehren waren weitere Nutzer von Freifunk.

Vielen Dank an dieser Stelle auch an die ehrenamtlichen Helfer des Computerwerk Darmstadt e.V., die aufbauend auf der Freifunk-Infrastruktur Internetcafés eingerichtet und uns beim Aufbau des Netzes stets unterstützt haben. Zum freien WLAN-Netz in Darmstadt beitragen kann jeder. Freifunk Darmstadt gibt unter https://darmstadt.freifunk.net Tipps zum Betrieb eines eigenen Freifunk-Routers, der das Bürgernetz erweitert und einen öffentlichen Zugang zum Internet bereitstellt, ohne den Betreiber in rechtliche Schwierigkeiten zu bringen. Jeden Montag lädt Freifunk Darmstadt ab 18:30 in den Hackspace des Chaos Darmstadt e.V. in der Wilhelm-Leuschner-Straße 36 ein, wo regelmäßige Freifunk-Treffen stattfinden und Hilfestellungen sowie weitere Informationen eingeholt werden können.

Cryptoparty an der TU Darmstadt – ein voller Erfolg

Zum zweiten Mal waren wir auf der Cryptoparty in Darmstadt präsent. Die Cryptoparty wurde vom Computerwerk e.V organisiert und fand diesmal im alten Hauptgebäude der TU-Darmstadt statt. Freifunk sorgte nicht nur für den Netzzugang für alle, die das hochschuleigene Studentennetz nicht nutzen konnten oder wollten, sondern beantwortete Interessierten sämtliche Fragen rund um die Themen offene Netze und Störerhaftung. Weiterhin bestand die Möglichkeit, sich direkt auf der Veranstaltung seinen eigenen Freifunk-Knoten einzurichten, um selbst Teil des Freifunk-Netzes zu werden.

Viele weitere spannende Vorträge zu den Themen Kryptographie, Überwachung oder anonymes Surfen wurden außerdem vom Computerwerk e.V., dem Chaos Darmstadt e.V. sowie dem Bündnis Demokratie statt Überwachung für die knapp 200 Besucher angeboten.

Wie an folgendem Graphen auch schon ersichtlich ist, wurde unser Netz rege genutzt. Die Veranstaltung war in unseren Augen ein voller Erfolg. Nächstes Mal wollen wir zusätzlich versuchen, durch eigene Vorträge noch mehr zur Veranstaltung beizutragen.

Nutzungsstatistiken mit bis zu 55 gleichzeitig aktiven Nutzern

Nichts zu verbergen? Wie langweilig.

Am 13. April 2016 ist es wieder so weit! Gemeinsam mit Chaos Darmstadt, dem Computerwerk und Demokratie statt Überwachung veranstalten wir zum dritten Mal unsere Cryptoparty.

Bringt eure Freunde und Verwandten, Smartphones und Laptops mit und probiert selbst aus, wie einfach es ist, sich vor den Auswüchsen staatlicher Überwachung und Internetkriminellen zu schützen.

Los geht es um 19:00 Uhr in Raum 123 des alten Hauptgebäudes (S1|03) der TU Darmstadt (Hochschulstraße 1, 64289 Darmstadt). Ihr könnt aber auch später kommen. Eine Menge spannende Vorträge erwarten euch in Raum 123 (1. Stock):

  • 19:00 Begrüßung: Wer ist dieser Crypto und was macht er auf meinem Gerät? (Lukas Laufenberg - Computerwerk Darmstadt e.V.)
  • 20:00 Anonym Surfen mit TOR (Chaos Darmstadt e.V.)
  • 21:00 Überwachter Verkehr: ist anonymes Reisen möglich? (Computerwerk Darmstadt e.V.)
  • 22:00 Staat und Sicherheit: Von Hintertüren und schwacher Verschlüsselung (Lukas Laufenberg, d3non - Computerwerk Darmstadt e.V. & Chaos Darmstadt e.V.)

Unsere Workshops sind dieses mal auf verschiedenen Stockwerken verteilt:

Erdgeschoss

  • Sichere Mobile Messenger in Raum 9
  • Email Verschlüsselung in Raum 9
  • Anonym Surfen mit TOR, ab 21:00 in Raum 12
  • Sicherer Umgang mit Rechnern in Raum 12

2. Stock

  • Freifunk in Raum 209

Außerdem gibt es im 1. Stock in Raum 116 die Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre zu diskutieren, Getränke zu kaufen (und damit gleichzeitig den freien Messenger Conversations zu unterstützen) oder öffentliche Schlüssel auszutauschen und zu signieren (was das ist, erfahrt Ihr im Workshop zur Email-Verschlüsselung).

Wir freuen uns auf euch!

Weiterknüpfen am offenen WLAN-Netz

Unter dem Titel „Weiterknüpfen am offenen WLAN-Netz“ berichtet das Echo über unsere 1000 Nutzer, 300 Knoten-Party. Ein Artikel von Marc Wickel.

FREIFUNK Initiative in Darmstadt möchte noch mehr Knoten aufbauen / Bisher 350

DARMSTADT - Das offene, für alle Nutzer passwort- und kostenfreie WLAN breitet sich aus in Darmstadt. Die Initiative „Freifunk Darmstadt“, die sich für das Netz mit freiem Zugang einsetzt, feierte am Freitag das zweite Jahr ihres Bestehens und zog Bilanz.

Die Reichweite normaler WLAN-Router kann um die 100 Meter betragen und trotz Wänden immer noch bis auf die Straße reichen. Hätte man zu all diesen Netzen Zugang, hätte ein Ort schnell ein flächendeckendes WLAN-Netz. Da setzt die bundesweite „Freifunk“-Initiative an, die neben der technischen Lösung auch die rechtlichen Probleme löst, weil sie einen eigenen Internet-Service-Provider hat.

Im Juni 2014 gab es in Darmstadt den ersten offenen WLAN-Knoten der Freifunk-Initiative, aktuell sind es 350 – ein Zuwachs, den „Freifunk Darmstadt“ am Freitag in der Oetinger Villa feierte. Die Freifunk-Router werden an private WLAN-Router gekoppelt. Der Freifunk-Router hat eine eigene Software und baut eine eigenständige Netzwerkverbindung über den privaten Router auf.

350 Knoten bedeuten für Darmstadt aber noch kein flächendeckendes Netz, erklärten Benedikt Rudolf, Martin Weinelt und Marco Holz. Auch wenn „Freifunk Darmstadt“ – ein Ableger des Vereins „Chaos Darmstadt“ – mit rund 30 Aktiven die größte hessische Freifunk-Community sei und es noch eine Hochschulgruppe mit rund 60 Aktiven gebe.

Die Initiative hilft in ganz Südhessen, WLAN-Knoten einzurichten. Beispielsweise werden zusammen mit der Stadt Darmstadt Flüchtlingsunterkünfte mit WLAN versorgt. In Gernsheim wurden innerhalb von zwei Wochen etwa 20 Freifunk-Router aufgebaut, sodass dort die Hauptstraße jetzt durchgängig WLAN hat.

Router an Laternen und Bushaltestellen

Flächendeckendes WLAN sei in Darmstadt denkbar, erklärten Rudolf und Weinelt. „Man könnte auf jeder Laterne im Herrngarten einen Freifunk-Router installieren.“ Oder optisch neutral in die Anzeigen-säulen der Haltestellen einbauen. Man wolle auch mit dem Land Hessen verhandeln, um Freifunk auf Landesgebäuden zu installieren.

Für dieses Jahr plant „Freifunk Darmstadt“, sein eigener Internet-Service-Provider zu werden, bislang ist das „Freifunk Rheinland“. Anfang April findet in Darmstadt dann die zweite Konferenz der hessischen Freifunk-Communities statt, veranstaltet zusammen mit der TU.

„Freifunk Darmstadt“ trifft sich jede Woche montags ab 18.30 Uhr in den Räumen von „Chaos Darmstadt“ in der Wilhelm-Leuschner-Straße 36.

Freifunk Darmstadt feiert 1000 täglich aktive Nutzer und über 300 Freifunk-Knoten

Werbeplakat für die Veranstaltung. Eintritt frei!

Anlässlich des zweijährigen Bestehens von Freifunk in Darmstadt laden wir, unter dem Namen „Freifunk 1k300 Lounge“ zu einem Abend rund um Freifunk ein. Das offene WLAN-Netz „darmstadt.freifunk.net“ wird durch die Mithilfe von mittlerweile über 300 freiwilligen Knotenbetreibern an immer mehr Orten in und um Darmstadt herum verfügbar und bringt täglich über tausend Nutzer ins Internet. Du möchtest erfahren wie ein solches Netzwerk entsteht, funktioniert oder wie du dich selbst mit Hilfe eines eigenen Freifunk-Knotens am Netz beteiligen kannst? Komm vorbei und lass uns bei einem Drink über Freifunk reden!

Wann: Freitag, 19. Februar 2016, ab 20:00
Wo: Kulturverein Oettinger Villa in der Kranichsteiner Str. 81

Für folgendes ist gesorgt:

  • Kühle Getränke
  • Couches
  • Musik
  • Retro-Spiele
  • Freifunk

mit Dir wird der Abend komplett!

Angriff auf freie Software? EU-Richtlinie schränkt Gerätehoheit ein

Nach einer Richtlinie der Europäischen Union sollen Hersteller von funkfähigen Geräten stärker reguliert werden. Hersteller sollen sicherstellen, dass die Geräte ausschließlich so wie vorgegeben funktionieren. Dafür sollen Veränderungen der Software zukünftig durch die Hersteller verhindert werden. Das ist insbesondere bei WLAN-Routern ein Problem für freie Software und schränkt das Prinzip der Gerätehoheit ein. Die Käufer.innen hätten damit keine Kontrolle mehr über ihre Geräte, sondern würden von den Herstellern ausgesperrt.

Diese Regulierung ist aber auch ein Sicherheitsproblem, weil die Hersteller bei Sicherheitsupdates oft weniger gewissenhaft sind als die freie Softwaregemeinschaft mit Projekten wie OpenWRT oder DD-WRT. Diese Projekte bieten Nutzer.innen eine Möglichkeit, auch die Router abzusichern, die von den Herstellern keine Sicherheitsaktualisierungen mehr erhalten.

EU gibt Einschränkung der Gerätehoheit vor

Die bisher weitgehend unbeachtete Richtlinie 2014/53/EU der EU sieht vor, dass Hardware, die zum Versenden von Funkwellen geeignet ist, nur mit vom Hersteller geprüfter Software verwendbar sein soll. Wörtlich heißt es in der Richtlinie:

„Funkanlagen müssen in bestimmten Kategorien oder Klassen so konstruiert sein, dass sie die folgenden grundlegenden Anforderungen erfüllen: Sie unterstützen bestimmte Funktionen, mit denen sichergestellt werden soll, dass nur solche Software geladen werden kann, für die die Konformität ihrer Kombination mit der Funkanlage nachgewiesen wurde.“ (Art. 3, Abs. 3 lit i).

Eine solche Vorschrift kommt einem Verbot von alternativer Software auf funkfähigen Geräten gleich. Denn für den verlangten Nachweis, dass die Kombination von Software und Gerät mit der Richtlinie konform ist, sind die Hersteller zuständig. Folglich müssten die Hersteller alternative Software für ihre Geräte ebenfalls prüfen und zertifizieren lassen, oder sie müssten die Installation dieser Software technisch verhindern.

Begründet wird die Richtlinie mit der öffentlichen Sicherheit und Gesundheit, da alternative Software in manchen Fällen in der Lage ist, die erlaubten Grenzwerte für Übertragungsstärke und Frequenzen zu überschreiten oder nicht-standardkonforme Signale zu übertragen. Dies könnte eine Gefahr für Gesundheit und für andere Geräte sein. Jedoch offenbart der Blick in die Software vieler Router, dass schon seit Jahren auch mit der Software des Herstellers die Grenzwerte überschritten werden können, falls falsche Einstellungen vorgenommen werden (z.B. Länder-Einstellung auf USA).

Widerspruch zur Endgerätefreiheit

Diese Einschränkung der Gerätehoheit kommt überraschend, da die Bundesregierung die Wahlfreiheit gerade mit dem Gesetzentwurf zur Abschaffung des „Routerzwangs“ stärken möchte. Der Gesetzentwurf zur Endgerätefreiheit ist zielführend und wird von Digitalcourage und anderen Organisationen wie der Free Software Foundation Europe und dem Verbraucherzentrale Bundesverband in einem Verbändeschreiben unterstützt.

Deutsche Umsetzung

Die Richtlinie ist auf EU-Ebene bereits beschlossen, es folgt nun die Umsetzung in nationales Recht in allen Mitgliedsstaaten. Eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz hat ergeben, dass die Vorbereitungen dazu in Deutschland bereits laufen und wir in den nächsten Wochen einen Gesetzentwurf erwarten können.

Dabei wird das Gesetz voraussichtlich nicht definieren, welche Geräte genau von dieser Regulierung betroffen sind. Stattdessen wird der EU-Kommission das Recht gegeben, diese Klassen durch spätere Beschlüsse zu definieren, die dann vermutlich in Form von Verwaltungsanordnungen auch in Deutschland bindend werden, ohne dass sie als Gesetz den Bundestag passieren müssten. Neue Regulierungsentscheidungen können im EU-Rat und -Parlament durch ein Veto blockiert, müssen aber nicht explizit gebilligt werden.

Das Aus für Freifunk?

Sollte die Kommission entscheiden, dass auch WLAN-fähige Geräte unter diese Definition fallen, würde dies weitreichende Konsequenzen haben. Zum Beispiel basiert die Freifunk-Initiative auf der Verwendung von existierenden Routern mit alternativer, freier Software. Ein Verbot dieser Art der Verwendung würde Freifunk die technische Grundlage entziehen. Dies gefährdet auch das soziale Engagement von vielen Freifunk-Communities, die unter anderem auch Unterkünfte von Geflüchteten mit Internet versorgen.

Auch Amateurfunker sind potentiell von dem Verbot betroffen. Zwar sind gewisse Geräte für Funkamateure explizit von der Richtlinie ausgenommen (siehe Anhang 1 der Richtlinie), aber auch Funkamateure verwenden teilweise modifizierte WLAN-Router, um zum Beispiel Kommunikation in so genannten HAMNETs zu ermöglichen.

Sogar alternative Betriebssysteme wie Linux oder BSD für PCs und CyanogenMod oder Replicant für Android-Geräte könnten betroffen sein, da auch sie eigene Software für die Interaktion per WLAN nutzen.

Mehr Schaden als Nutzen?

Der EU scheint dieses Risiko bewusst zu sein: In § 19 der Erwägungsgründe der Richtlinie heißt es:

„Die Überprüfung der Konformität von Kombinationen aus Funkanlagen und Software durch die Funkanlagen selbst sollte nicht dazu missbraucht werden, die Verwendung der Anlagen mit Software von unabhängigen Anbietern zu verhindern.“

Doch eine explizite Abwägung zwischen Schaden und Nutzen der Regulierung bestimmter Klassen von Geräten ist nicht vorgesehen. Stattdessen wird darauf verwiesen, dass die Kommission bestimmen kann, welche Geräte reguliert werden sollen und die Kommission diese Abwägung dann wohl schon vornehmen wird. Der scheinbar beruhigende Text in § 19 steht außerdem im Widerspruch zum Erwägungsgrund in § 16:

„Die Konformität einiger Kategorien von Funkanlagen […] kann durch die Integration von Software oder durch Änderungen der bestehenden Software beeinträchtigt werden. Ein Laden von Software durch den Benutzer, die Funkanlage selbst oder einen Dritten sollte nur möglich sein, wenn dies keine Beeinträchtigung der Konformität […] zur Folge hat.“

Der eigentliche Gesetzestext löst diesen Widerspruch nicht auf. Leider sind außerdem die Entscheidungsprozesse innerhalb der Kommission alles andere als transparent. Daher ist die demokratische Einflussnahme auf ihre Entscheidungen schwierig.

Jetzt handeln!

  • Für die Umsetzung der EU-Richtlinie in Deutschland gibt es Gestaltungsspielräume. Darum lohnt es sich, mit Abgeordneten über kritische Punkte der Richtlinie zu sprechen, zum Beispiel über die Folgen der Richtlinie für Freifunk, freie Software-Projekte und die Abhängigkeit von Anbieter.innen in Puncto Sicherheit und Gerätehoheit.
  • Eine konkrete Frage der Umsetzung ist Artikel 3.3 der Richtlinie 2014/53/EU: Darf der eigene WLAN-Router weiterhin mit eigener Software betrieben werden?
  • Auch die Hersteller werden von der Umsetzung der Richtlinie betroffen sein. Hier ist es angebracht darüber zu sprechen, wie Hersteller Artikel 3.3 umsetzten wollen.
  • Informieren Sie Ihre Freund.innen, Bekannten und Kolleg.innen über die EU-Richtlinie und deren Folgen.
  • weitere Handlungsvorschläge von der EU-Parlamentarierin Julia Reda

Im Original erschienen auf digitalcourage.de

Dieser Text steht unter der Lizenz CC BY-SA 4.0

Autoren: Max Maass und Sebastian Lisken (AG Text), mit Dank an Freifunk Darmstadt und Freifunk Bielefeld für Hinweise und Korrekturen.

Freifunk-Initiative Darmstadt versorgt in Kooperation mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt Flüchtlingsunterkünfte mit freiem WLAN

Oberbürgermeister Jochen Partsch begrüßt das Engagement der Initiative – Kooperation beim freien Internetzugang für die Gesamtstadt wird angestrebt

Die Freifunk-Initiative Darmstadt als Projekt des Chaos Darmstadt e.V. versorgt in Kooperation mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Notaufnahmeeinrichtung in der Alsfelder Straße und die Erstwohneinrichtung im Donnersbergring mit freiem WLAN. Oberbürgermeister Jochen Partsch begrüßt das Engagement der Initiative: „Die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Freifunk-Initiative Darmstadt ist für die Flüchtlinge in unserer Stadt von großer emotionaler und praktischer Bedeutung. Das Internet ist mittlerweile ein weltweit genutztes Kommunikationsmedium. Gerade für Menschen in Not ist es daher gut, über das Netz Kontakt zu Verwandten und Freunden zu haben – sei es, um sich über die Situation im Heimatland zu informieren, sei es, um die Beziehung mit der Familie und den Freunden aufrecht zu erhalten. Eine freie WLAN-Verbindung in den Flüchtlingseinrichtungen ist hier eine nützliche Hilfe“. „Wir arbeiten seit Monaten daran, mit Spenden und ehrenamtlicher Hilfe eine unkompliziert nutzbare Lösung für die Flüchtlingsunterkünfte bereitzustellen. Der freie und kostenlose Zugang zum Internet ist eine Grundvoraussetzung für eine rasche und erfolgreiche Integration der geflüchteten Menschen, hier wollen wir uns engagieren und ein deutliches Zeichen setzen“, sagt Peter Löwenstein, Sprecher der Freifunk-Initiative Darmstadt.

In einem Gespräch zwischen der Initiative und Oberbürgermeister Jochen Partsch am heutigen Donnerstag (08.) wurde zudem vereinbart, weitere Kooperationen zwischen der Freifunk-Initiative und der Stadt anzustreben, die auch das städtische Ziel, eine Lösung für den freien WLAN-Zugang zum Internet für die Gesamtstadt und Bürgerschaft zu finden, unterstützt.

Bisher werden von der Freifunk-Initiative Darmstadt in der Region zwei Erstaufnahmeeinrichtungen und rund ein Dutzend Unterkünfte und Notaufnahmeeinrichtungen mit mehr als 2000 Flüchtlingen teilversorgt. Zusätzlich wurde in Zusammenarbeit mit Computerwerk e.V. in einer Darmstädter Unterkunft ein kleines Internetcafé eingerichtet, um so auch Flüchtlingen ohne Smartphone Möglichkeiten zur Kommunikation bereitzustellen.

Quelle: darmstadt.de (SD)

Freifunk in der Unterkunft Donnersbergring!

Nach einem rege besuchten gestrigen Freifunktreffen, bei dem die Versorgung zahlreicher Flüchtlingsunterkünfte in Darmstadt und im Umkreis besprochen wurde, konnte nun auch die Unterkunft im Donnersbergring mit Freifunk versorgt werden.

Die hierfür gespendeten Router wurden gestern abend und heute im Laufe des Tages, insbesondere durch die Unterstützung des Computerwerk Darmstadt e.V., an Ort und Stelle gebracht und angeschlossen.

Freifunk-Karte Donnersbergring

Ein Anwohner hatte sich dazu bereit erklärt, einen Teil der Bandbreite seines Internetanschlusses für Freifunk zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank dafür! Im Laufe der nächsten Tage werden wir die Funkstrecke noch etwas genauer einstellen und optimieren, um so noch eine bessere Anbindung zu ermöglichen.

Zusätzlich ist vom Computerwerk geplant, ein kleines Internetcafé für Flüchtlinge bereitzustellen, um so auch Flüchtlingen ohne Smartphone Möglichkeiten zur Kommunikation bereitzustellen.

Per Internet können Flüchtlinge sich über die Lage in ihrem Heimatland informieren, Kontakt zur Familie halten, wichtige Informationen zum Asylantrag finden und mit Beratern und Anwälten per E-Mail Kontakt halten.

Eure Spenden helfen uns dabei, weitere Unterkünfte mit Freifunk zu versorgen.

Bei weiteren Rückfragen könnt ihr uns gerne über die üblichen Kontaktwege erreichen. /fk

Wir versorgen das Erstaufnahmelager Starkenburg Kaserne. Läuft!

Schon kurz nachdem bekannt wurde, dass die Starkenburg Kaserne als Unterkunft (also als Erstaufnahmelager) für Flüchtlinge genutzt werden wird, bemühten wir uns um die Bereitstellung von Freifunk Knoten dort.

Stand heute, Montag 31.8 haben wir einige formale Genehmigungshürden erfolgreich überwunden und konnten sogar auf dem Gelände selbst Router aufstellen.

Freifunk-Karte rund ums Starkenburg-Gelände

Ein Anfang ist gemacht. Wir sind im Feintuning, um die Router optimal zu konfigurieren und so eine bessere Internetanbindung bereitzustellen.

Gegenwärtig teilen drei der Anwohner ihren Internetanschluss durch den Betrieb eines Freifunk-Routers. Diese funken zu Ihren Gegenstellen auf dem Gelände und stellen so dort Internet bereit. Wir reden hier von einem Materialeinsatz von lediglich ~250€.

Wirklich überraschend für uns ist, wie stark die Flüchtlinge unmittelbar nach der Bereitstellung das Angebot angenommen haben.

Per Internet können Flüchtlinge sich über die Lage in ihrem Heimatland informieren, Kontakt zur Familie halten, wichtige Informationen zum Asylantrag finden und mit Beratern und Anwälten per E-Mail Kontakt halten.

Wir bemerkten gestern in der Spitzenzeit dort rund 50 Gäste im Freifunknetz, und jeden Tag werden es mehr.

Ohne die Unterstützung durch das Regierungspräsidium und die Stadt Darmstadt, das Deutsche Rote Kreuz und vieler anderer Helfer vor Ort wäre das undenkbar. Außerdem müssen wir uns natürlich besonders bei allen Anwohnern bedanken, die ihr eigenes Internet mit den Flüchtlingen teilen.

Eure Spenden helfen uns dabei, weitere Unterkünfte mit Freifunk zu versorgen.

Bei weiteren Rückfragen könnt ihr uns gerne über die üblichen Kontaktwege erreichen. /pl

1 Jahr darmstadt.freifunk.net: Grillparty im Innenhof des Chaos Darmstadt e.V.

Es ist bereits schon ein Jahr her, als unsere ersten Knoten live gingen, und wir haben seitdem bereits 150 Freifunk-Knoten erreicht. Deswegen geben wir eine Party! Das Wetter ist schön, die Getränke liegen kalt und im Garten steht der Grill bereit.

Wann: 25. Juli, ab 18:00 Uhr Wo: Im Innenhof des Chaos Darmstadt e.V. (Wilhelm-Leuschner-Straße 36)

Für Folgendes ist gesorgt:

  • Kohle für den Grill
  • Getränke (gegen eine kleine Spende)
  • Musik
  • Kostenloses Internet
  • Retro Spiele auf dem SNES
  • Gemütliche Sitz- & Liege-Gelegenheiten (Couch und Hängematten)
  • Strom für Laptops & Co (Ja, du kannst mit deinem Laptop auch in einer Ecke sitzen… wenn du magst)

darmstadt.freifunk.net Grillparty am 25.07.15

Was ihr mitbringen müsst:

  • Essen für den Grill.. Salate etc..
  • Eure Freunde, Familie, Nachbarn, Arbeitskollegen…

Was ihr mitbringen könnt:

  • Gitarre(n)
  • Ukulele
  • Laptop
  • Party-Spiele
  • Party-Hütchen
  • Spiele-Konsolen
  • Wasserbomben
  • Hula Hoop reifen
  • usw.

Wir freuen uns auf euer erscheinen!

Uplink via Freifunk Rheinland

Seit dem 16. Juni 2015 läuft nun unser ausgehender Datenverkehr über den IPv4 Uplink des Freifunk Rheinland. Zuvor waren wir über einen kommerziellen Anbieter mit dem Internet verbunden.

Verbindet die Meshwolken!

Helft uns, die drei Meshwolken im Martinsviertel zu vernetzen. Dafür sind Freifunk-Knoten entlang der Barkhausstraße und benachbarten Straßen nötig.

Bild des FFDA-Netzes im Martinsviertel

Du kennst jemanden, der zwischen den Meshes wohnt? Dann ladet sie ein, mit einem eigenen Freifunk-Router Teil der Community zu werden.

Danke für eure Unterstützung.

IPv6-Anbindung

Seit Anfang April 2015 stellen wir im Freifunk-Netzwerk die nächste Generation des Internet Protocols zur Verfügung. Befreit von NAT und gewachsenen Workarounds ermöglicht es einen performanteren Internetzugang.

Wir feiern den 100sten Hotspot: 9. April, 19:00 Uhr in der Oetinger Villa

Bei Freifunk Darmstadt ist der 100ste Freifunk-Router ans Netz gegangen! Um all jenen zu danken, die diesen Erfolg ermöglicht haben, veranstalten wir am 9. April eine Party in der Oetinger Villa. Wenn du offenes WLAN in Darmstadt und Umgebung unterstützen möchtest, dann komm vorbei und triff die Menschen hinter den Kulissen. Den Erlös investieren wir in den Ausbau von Freifunk.

Ab 19:00 geht es gemütlich los mit einem Meet and Greet der Darmstädter Freifunk Community. Hier könnt ihr euch in entspannter Atmosphäre über Möglichkeiten zum Mitmachen und über den Fortschritt beim Netzausbau informieren. Interessierte können hier gleich einsteigen, ein kompatibles Gerät mitbringen oder bei uns zum Selbstkostenpreis kaufen.

Zum Abtanzen geht es ab 21:00 Uhr in der Dance-Area los. Um gute Stimmung bis in die frühen Morgenstunden kümmern sich unsere zwei DJs im Keller der Villa. Im Obergeschoss gibt es gemütliche Couches zum Chillen, Cocktails trinken oder um sich an unserem selbstgemachten Chilli zu stärken. Auch für Vegetarier und Veganer ist gesorgt. Wir stellen selbstverständlich auch eine Garderobe zur Verfügung.

Natürlich wird es auch Freifunk-Netz auf der Party geben. Dafür wird die Oetinger Villa in Kürze mit Freifunk-Routern ausgestattet werden.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über jede Spende. Als Dankeschön verlosen wir unter allen Spendern an diesem Abend um 22:00 Uhr einen vorinstallierten Freifunk-Router*. Bereits im Vorfeld verlosen wir das gleiche Modell unter allen Retweets und Facebook-Shares unserer Einladung. Die Gewinner werden auf der Party, im Anschluss an die Verlosung, bekanntgegeben und können ihren Router gleich mitnehmen. Eine Abholung bei einem der Freifunk-Treffen ist ebenfalls möglich.

* TP-Link TL-WR1043ND v2 (720 MHz, 8 MB Flash, 64 MB RAM, 4x GBit)

Bild der Preise, zwei Router

Ein Jahr Freifunk Darmstadt

Ein Jahr ist sie nun her, die Neugründung des Projekts Freifunk Darmstadt, und wir sind seitdem weit gekommen. Vor ein paar Tagen haben wir zum ersten mal 100 Freifunk-Zugangspunkte online gesehen. Um unseren ersten Jahrestag und die ersten 100 Zugangspunkte zu feiern, veranstalten wir eine Party, zu der wir dich herzlich einladen.

Am 16.4. 9.4. bieten wir in der Oetinger Villa auf zwei Etagen Musik, Getränke und leckeres Essen. Der Eintritt ist frei, jedoch freuen wir uns über Spenden. Weitere Details folgen in Kürze.

Feiert mit uns zusammen ins zweite Jahr Freifunk in Darmstadt!

Zu diesem Ereignis wollen wir euch außerdem unsere neue Website präsentieren, die nun noch einfacher über unser Projekt informiert.

Informationsveranstaltung bei der Stadt Darmstadt

Am 29. Januar 2015 trafen wir die IT Abteilung der Stadt Darmstadt um ihnen das Freifunk Konzept für öffentliches WLAN zu erklären. Wir erläuterten den aktuellen Stand des Freifunk Netzwerkes in Darmstadt und stellten eine Lösung für die öffentliche WLAN-Abdeckung des Luisenplatzes vor.

Wir hoben die Vorteile von Freifunk für die Bürger gegenüber anderen (kommerziellen) Anbietern hervor:

  • kein Zwang zur Registrierung,
  • keine Sammlung von Nutzerdaten,
  • keine Beschränkungen des Inhalts, der Geschwindigkeit und der Verbindungsdaten

Wir hoffen, dass dies die Verantwortlichen überzeugen konnte, sich für Freifunk zu entscheiden und warten nun die Entscheidung der Stadt Darmstadt ab.

Magistrat überprüft Einsatz von Freifunk

Der Magistrat der Stadt Darmstadt wurde am 24. Juli durch einstimmigen Beschluss dazu beauftragt, die Umsetzung des öffentlichen WLAN als Freifunknetz in Zusammenarbeit mit der Darmstädter Freifunkinitiative zu überprüfen.

Arbeitstreffen

Am 12. Juli 2014 fand unser erstes Arbeitstreffen statt. Es wurden sowohl organisatorische als auch technische Probleme besprochen, z.B. Branch Releases, Build-Automatisierung und Network Monitoring. Ein Community-übergreifendes Freifunk Treffen an den bald stattfindenden MetaRheinMainChaosDays 2014 wurde geplant. Weiterhin wurden unsere Netzwerk-Daten (z.B. Knotenkoordinaten) in die offizielle Freifunk Deutschlandkarte integriert.

Unser erster Feldversuch

Am 5. Juli 2014 gab es im K6 in Kranichstein einen Flohmarkt, den wir dazu benutzt haben um die Freifunk Idee zu verbreiten und einen nahe gelegenen Knoten auf Alltagstauglichkeit zu prüfen. Schon vier Tage später konnten wir am selben Ort eine Infoveranstaltung durchführen und schon hatten 6 Freifunkknoten eine neue Heimat gefunden.

Erste Mesh-Knoten

Anfang Mai 2014 gaben wir unsere erste Sammelbestellung von TP-Link WR842NDv2 Routern auf. In den folgenden Wochen haben wir daran gearbeitet diese mit Freifunk-Firmware zu flashen, aber sind auf einige Probleme gestoßen.

Ende Juni lief dann aber unserer erster Knoten und wir konnten unseren ersten VPN-Zugang bei Ipredator kaufen. Einige Tage später am 28. Juni 2014 waren wir das erste Mal über Freifunk Darmstadt VPN online.

Da alles bestens funktionierte, konnten wir unsere zweite Sammelbestellung für 20x TP-Link WR842NDv2 und 15x TP-Link WDR4300 Router aufgeben, um das Netz zu erweitern.

Erstes FFDA Treffen

Der 30ste Chaos Communication Congress hat einige Mitglieder des Chaos Darmstadt inspiriert, Freifunk auch in Darmstadt zu etablieren. Auf dem Kongress gab es eine Freifunk-Assembly, wo viele Freifunk Communities zusammen gefunden haben, Fragen beantwortet und Workshops zum Thema angeboten wurden.

Bild des CDA-Schildes

Am 13. Februar 2014 hat dann das erste FFDA Treffen in der Trollhöhle des Chaos Darmstadt e.V. stattgefunden. Wir waren zu viert (megfault, redhood, hexa und fleaz) und haben angefangen den Aufbau des Netzwerks zu planen.

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